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Warum histaminarme Ernährung allein oft nicht reicht
Diesen Satz hör ich immer wieder.
Manchmal vorsichitg formuliert, manchmal ziemlich genervt:
Ich esse doch schon histaminarm, warum geht es mir trotzdem nicht besser?
Die Listen sind durch. Man hat sich eingelesen, umgestellt (oft sogar mit der Familie die auch gleich mitmacht oder die Nase rümpft), die Ernährung angepasst. Und trotzdem meldet sich der Körper.
Das ist extrem frustrierend.
Und ja, das fühlt sich unfair an und ich kam auch schon an den Punkt, wo ich die doofe Reiswaffel in eine Ecke schmiss.
Hat natürlich nichts gebracht ausser einer Putzerei...
Aber lass mich gleich sagen,, das ist kein Versagen. Und es heisst auch nicht, dass du noch strenger sein müsstest oder noch besser aupassen.
Oft fehlt einfach etwas anderes. Etwas, das leicht untergeht. Dein Nervensystem.
Histamin ist mehr als nur eine Frage des Essens
HIstamin wird so häufig auf das Essen reduziert. Dabei ist es ein zentraler Botenstoff, der sehr eng mit Stress, Schlaf, Hormonen und dem Nervensystem verbunden ist.
Was viele nicht wissen: Der Körper schüttet Histamin auch bei innerem Stress aus, also ganz unabhängig davon, was auf deinem Teller liegt.
Das kann dazu führen:
- selbst histaminarme Mahlzeiten Probleme machen
- Symptome kommen und gehen, ohne klares Muster
- man irgendwann das Gefühl hat, keine Kontrolle mehr zu haben
Nicht, weil etwas falschgemacht wird, sondern weil der Fokus zu eng gesetzt ist.
Wenn der Körper ständig unter Strom steht
Ein Nervensystem, das kaum zur Ruhe kommt, verändert viel.
Es kann mehr Histamin freisetzen, den Abbau von Histamin bremsen
und die Toleranzschwelle senken
Das heisst, der Körper reagiert schneller. Empfindlicher. Manchmal so stark, dass man selbst nicht mehr hinterherkommt.
Von aussen wirkt das übertrieben, von innen ist es ein Schutzmechanismus.
Dinge, die mir immer wieder begegnen
- Die Symptome wechseln, obwohl man gleich isst
- An stressigen tagen ist alles intensiver
- Schlechter Schlaf oder emotionale Themen schlagen sofort durch
Das sind keine Zufälle, das sind klare Hinweise, wenn man bereit ist, sie ernst zu nehmen.
Was entlasten kann
Viele merken erste Veränderungen, wenn sie anfangen:
- das Nervensystem bewusst runterzufahren
- nicht mehr alles "richtig" machen zu wollen
- sanfte Bewegungen in den Alltag einzubauen, statt sich zu pushen
- Pausen zuzulassen, ohne sie zu erklären oder zu rechtfertigen
Nicht alles auf einmal. Nicht perfekt. Sondern einfach Schritt für Schritt, ohne neuen Druck.
Kurz gesagt
Histaminarme Ernährung ist wichtig, aber sie ist oft nicht die ganze Lösung.
Stress kann Histaminbeschwerden verstärken, auch dann, wenn beim Essen eigentlich alles passt.
Erleichterung entsteht häufig erst dann, wenn auch das Nervensystem mitgedacht wird.
Von mir für dich
Ich sehe so viele Frauen, die unglaublich diszipliniert sind und gleichzeitig müde davon, ständig alles richtig machen zu wollen.
Wenn dein Körper trotz all deiner Bemühungen reagiert, ist das kein Zeichen von Schwäche.
Vielleicht ist es eine Einladung, den Blick zu weiten.
Weg von starren Regeln, hin zu mehr Verständnis.
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