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Was Yoga und
sanfte Bewegung bei Histamin
und Stress wirklich bewirken kann

Sobald das Wort Yoga fällt, sind viele innerlich raus.
Zu beweglich. Zu esoterisch. Zu anstrengend. Oder einfach: nichts für mich.

Das hör ich oft. Wirklich oft.

Und genau diese Menschen erzählen mir später von den Veränderungen.
Nicht spektakulär, nicht sofort aber spürbar.

Warum ausgerechnet Yoga oder sanfte Bewegung da etwas verändert?
Weil sie an einer ganz anderen Stelle ansetzt, als wir es gewohnt sind.

Nicht beim optimieren, nicht beim "mehr machen".
Sondern dort, wo bei vielen eigentlich Dauerbetrieb herrscht:
im Nervensystem.

Und das Angenehme ist:
Nach einer ruhigen Einheit fühlst du dich nicht nur entspannter. Oft auch freier im Körper. Einfach so. Angekommen.

Histamin reagiert auf innere Spannung

Für den Körper ist es ziemlich egal, ob der Stress von Termindruck kommt, von emotionalem Chaos oder von diesem ständigen inneren Getriebensein.

Für ihn ist das alles erst mal eins: nämlich Reiz.


Sanfte Bewegung kann genau hier ansetzen. Leise. Unaufgeregt. Aber wirkungsvoll.

Sie kann das Stresssystem runterfahren, die Reizschwelle etwas anheben und den Körper aus diesem dauerenden Alarmzustand holen.

Nicht über Leistung sondern über Regulation.

Warum "sanft" ein guter Kompromiss ist

Sanfte Bewegung bedeutet nicht nichts tun, sich schonen oder passiv sein. Ganz im Gegenteil.

Langsame, bewusste Bewegungen:
- senden Sicherheit an das Nervensystem
- verbessern die Körperwahrnehmung
- fördern eine ruhigere Atmung
- unterstützen den Übergang vom Tun ins Sein

Gerade für sensible Systeme macht das einen riesen Unterschied.

Was sich mit der Zeit verändern kann

Nach ein paar Wochen kommen Aussagen wie:
"Ich bin innerlich ruhiger."
"Mein Bauch reagiert weniger"
"Stress haut mich nicht mehr sofort um."
"Ich schlafe besser."
"Ich vertraue meinem Körper wieder mehr."
"Es tut so gut sich selber wieder zu spüren."

Nicht, weil Histamin plötzlich weg ist.
Sondern weil der Körper nicht mehr ständig in Alarmbereitschaft ist und darum auch besser kompensieren kann.

Warum intensive Workouts manchmal eher schaden

Bewegung ist grundsätzlich etwas Gutes. Aber sie wirkt nicht immer gleich.

Sehr intensive Einheiten können, natürlich nicht bei allen
das Stresssystem zusätzlich anheizen, mehr Histamin freisetzen und die Erschöpfung verstärken, besonders dann,
wenn der Alltag sowieso schon viel verlangt.


Sanfte Bewegung fragt dich nicht: Was schaffe ich noch? Sondern: Was tut mir jetzt gut?

Yoga als Einladung, nicht als Pflicht

In meiner Arbeit geht es nicht um perfekte Haltung, auch nicht um Beweglichkeit
(die kommt dann eh automatisch, ein Bonus sozusagen) und schon gar nicht um Disziplin.

Aber du wirst sehr schnell merken, wie gut es tut,
deinen Körper zu spüren und ihn wieder als Verbündeten zu erleben.
Manchmal sind es fünf Minuten, oder auch nur ein  paar Atemzüge unterwegs.

Mein Yoga ist sehr alltagstauglich, ja, geht auch in Jeans ;-)

Kurz gesagt

Sanfte Bewegung kann das Nervensystem beruhigen und damit indirekt Histaminbeschwerden lindern. Sie wirkt nicht über Leistung, sondern über Sicherheit und Regulation.
Gerade für gestresste, sensible Systeme macht das einen spürbaren Unterschied.

Von mir für dich

Ich war schon immer gerne in Bewegung. Ballett, Badminton dann der geliebte Radrennsport.
Nach der Geburt meiner ersten Tochter war dann irgendwie Schluss. Hab einiges ausprobiert, aber nichts hat sich wirklich richitg angefühlt nach dem Leistungssport.

Yoga? Das wollte ich schon gaaar nicht!

Und dann habe ich es doch ausprobiert. Eher widerwillig.

Und plötzlich waren sie da, diese Momente von: Ich bin bei mir!

Davon wollte ich mehr.

Heute ist Yoga aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ich habe es mir so angepasst, dass es reinpasst.
Kurz bei wenig Zeit, länger, wenn Raum da ist.

Mein Impuls an dich: Nicht versteifen, nicht bewerten, einfach ausprobieren.

Wer weiss, vielleicht geht es dir ja ähnlich wie mir ;-)

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