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Histaminintoleranz, Stress und Schwindel: Als mein Körper plötzlich komplett kippte
Ich werde diesen Nachmittag beim Augenarzt nie vergessen.
Auf dem einten Auge sah ich von einer Minute auf die andere nur noch verschwommen.
Also gab es einen Untersuch. Tropfen zur Pupillenerweiterung. Ich hasse Augentropfen, hab dann immer das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Mein Stresslevel war entsprechend hoch und ich immer in Bereitschaft um vom Stuhl zu springen. Obwohl ich mir sagt, es sei "nur eine Routinenuntersuchung", war mein Nervensystem längst im Alarmmodus.
Vor dem Untersuch, gab es noch einen einzigen Tropfen mit einem betäubenden Mittel. Der war zu viel, aber das wusste ich in der Arztpraxis noch nicht!
Wieder zuhause legte ich mich figufertig hin und schlief ein um drei Stunden später
schweissgebadet wieder aufzuwachen mit:
Bauchrämpfen, Schwindel und Übelkeit. Mein ganzer Körper fühlte sich an, als würde er zusammenbrechen. Ich schleppte mich Richtung Toilette. Das Telefon hab ich im Schlafzimmer vergessen, unerreichbar vor lauter Schwindel.
Und dann kam dieser Gedanke: Ich bin alleine. Was, wenn ich jetzt zusammenklappe?
Für ein paar Sekunden dachte ich tatsächlich: War's das jetzt?
Nach etwa 10 – 15 Minuten wurde es langsam besser. Zurück blieben Bauchschmerzen und eine tiefe Erschöpfung.
Histaminintoleranz und Medikamente:
Ein oft unterschätzter Auslöser
Später begann ich zu recherchieren und fand heraus:
Der Wirkstoff dieses Betäubungstropfens kann bei Histaminintoleranz Probleme verursachen. Das bestätigte mir auch der Arzt. Da ich noch nie auf Medikamente reagiert habe, hab ich meinem Arzt auch verschwiegen, dass ich eine Histaminintoleranz habe, darum konnte er mir diese Erfahrung auch nicht ersparen.
Viele Betroffene achten sehr genau auf histaminarme Ernährung. Aber Medikamente? Die geraten oft aus dem Blick.
Dabei gibt es Wirkstoffe, die:
Histamin freisetzen können, den Histaminabbau hemmen oder bei empfindlichen Menschen starke Reaktionen auslösen.
Mir war vor diesem Tag nicht bewusst, dass ich auf so etwas reagieren könnte. Seitdem habe ich mir einen Medikamentenpass erstellt. Nicht aus Angst, sondern aus Klarheit!
Warum Stress bei Histaminintoleranz
Symptome verstärken kann
Was diese Erfahrung mir noch deutlicher gemacht hat:
Stress ist ein massiver Verstärker.
Bei Stress wird das Nervensystem aktiviert. Der Körper schüttet Stresshormone aus. Gleichzeitig kann Histamin vermehrt freigesetzt werden, während der Abbau erschwert wird.
Die Folgen können sich zeigen durch:
Schwindel, Herzklopfen, Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Hitzewallungen, Flush, Erschöpfung
Viele Frauen mit Histaminintoleranz erleben genau das:
Sie essen "richtig" und trotzdem kippt das System. Weil nicht nur das Essen entscheidend ist,
sondern auch das Stresslevel.
Wenn das Nervensystem überlastet ist
In meinem Fall war es vermutlich nicht nur der Tropfen.
Es war die Anspannung vor der Untersuchung, mein ohnehin sensibles System und dann ein Wirkstoff,
der das Fass zum Überlaufen brachte.
Der Tropfen war nicht die alleinige Ursache. Er war der letzte Impuls. Und genau hier liegt ein wichtiger Punkt:
Histaminintoleranz ist nicht nur ein Ernährungsthema. Sie, die Diva, ist eng mit deinem Nervensystem verbunden.
Wenn dein System ohnehin im Dauerstress ist, reagiert es schneller, heftiger und länger!
Was du konkret tun kannst, um dein System zu stabilisieren
Aus meiner Erfahrung weiss ich: Es braucht nicht immer grosse Veränderungen.
Oft sind es kleine, regelmässige Schritte, die dein Nervensystem beruhigen:
-bewusste Atempausen im Alltag
-klare Stressgrenzen
-Reizreduktion
-gute Vorbereitung bei Arztterminen
-Wissen über Medikamente
-sanfte Regulation statt "Durchhalten"
Ruhe ist keine Schwäche. Sie ist Regulation.
7 kleine Wege zu mehr Ruhe, trotz Histamin
Genau deshalb habe ich einen kleinen Leitfaden erstellt:
"7 kleine Wege zu mehr Ruhe, trotz Histamin"
Ein gratis Leitfaden mit sanften, alltagstauglichen Impulsen für Frauen, deren Körper
auf Stress und Histamin reagiert.
Du bekommst konkrete Mini-Schritte, einfache Regulationsimpulse, mehr Sicherheit im Alltag und
ein besseres Verständnis für dein System.
Wenn du merkst, dass dein Körper schnell kippt oder du dich oft am Limit fühlst,
dann kann dieser Leitfaden ein guter Anfang sein.
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